STACKENBLOCHEN (rsf)
(where contestants have to arrange items on a dresser at right angles - that passes for fun in germany)
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Nach über 20 Jahren Auto und Motorrad habe ich jetzt gut ein Jahr ernsthaft auf dem Fahrrad verbracht. Es ist mir ein willkommenes Fortbewegungsmittel für Kurz- und Mittelstrecken geworden, ich entwickle Spaß am Schrauben und empfinde ein bemerkenswertes Freiheitsgefühl, wenn ich mit dem Rad unterwegs bin. Anfangs bin ich kaum mehr als zehn oder 15 Kilometer pro Woche gefahren, seit dem Frühjahr sind es selten weniger als 100, Stadt/Vorstadt und gelegentlich durch den Wald. Gute Gelegenheit, die - sicherlich kaum objektivierbaren - Erfahrungen aufzuschreiben, die ich mit den anderen Verkehrsteilnehmern gemacht habe.

Kraftwagenfahrer sind grundsätzlich ein Problem, denn sie sind sich der Gefahr, die permanent von ihnen ausgeht, nicht bewusst. Radfahrer und Fußgänger sind nur sehr selten eines - und wenn, dann meistens auch nur für den Spießer, stellen aber keine echte Belästigung oder Gefahr dar. Frauen beherrschen Autos schlechter als Männer. Männer fahren schlechter Auto als Frauen. Wenn eine Frau dich fast mit ihrem Auto umnietet, bietet sie dir eine Entschuldigung an. Wenn ein Mann dich fast mit seinem Auto umnietet, bietet er dir Prügel an. Wenn eine Frau dich fast mit ihrem Auto umnietet und ein Mann auf dem Beifahrersitz sitzt, sagt sie nichts und er bietet dir Prügel an. Araber und Türken in Lieferfahrzeugen springen sofort aus ihrem Wagen, um dich zu verprügeln, wenn ihnen deine Fahrweise nicht passt oder Du es wagst, sie darauf hinzuweisen, dass sie, beispielsweise beim Abbiegen, Rücksicht zu nehmen haben. Araber und Türken, die jünger als 30 und in Billig-Autos unterwegs sind, sind die rücksichtslosesten und aggressivsten Privatfahrer. Araber und Türken, die älter als 40 und in teuren Limousinen unterwegs sind, sind die rücksichtsvollsten und sanftmütigsten Privatfahrer. Taxifahrer sind die rücksichtslosesten Fahrer. Touristen auf Fahrrädern sind, insbesondere in Gruppen, eine große Gefahr. Bauarbeiter, Handwerker und Lieferanten pfeifen auf Radwege, parken und stellen sie zu - reagieren aber auf Klingeln wie kaum ein anderer Verkehrsteilnehmer. Verkehrsüberwachung und Polizei kümmern sich weder um die Rechte, noch um die Pflichten von Fahrradfahrern.

Ich bin gespannt, was ich nach einem weiteren Jahr sage.

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"Man bräuchte eine bessere Infrastruktur und die Erkenntnis in der Politik, dass jeder Zentimeter, den man dem Fahrrad zur Verfügung stellt, den Autos zu Gute kommt, indem mehr Menschen aufs Fahrrad umsteigen und diejenigen, die trotzdem unbedingt Auto fahren müssen, mehr Platz haben und dadurch weniger gestresst sind"

(Alle Macht den Rädern)

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Ich erweitere die Sammlung meiner Prinzipien um:

Wenn es dir peinlich ist, verdienst Du dabei nicht genug.

(Auf Twitter gefunden)

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