STACKENBLOCHEN (rsf)
(where contestants have to arrange items on a dresser at right angles - that passes for fun in germany)
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Ich war mit einer Freundin in Kreuzberg in einem Restaurant verabredet, von dem es im Web heißt, es sei ab 15.00 Uhr geöffnet. Tatsächlich machen die Hipster ihren leicht affigen Laden aber erst um 17.00 Uhr auf. Sie war mit dem Bus gekommen und ich mit dem Rad.

Glücklicherweise mit dem Faltrad. Per App den nächsten freien Carsharing-Kleinstwagen rausgesucht, die Freundin gebeten, fünf Minuten auf der Bank vor dem geschlossenen Restaurant zu warten, zum Auto geradelt, das Rad in den Kofferraum geworfen, die Freundin abgeholt und zu einem anderen Restaurant in Neukölln gefahren - in dem das Essen sowieso besser ist.

Ungefähr so stelle ich mir das vor mit der lückenlosen Mobilitätskette.

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Der Italiener hat eine Supermarktkette namens "coop". Darin kauft er Lebensmittel und sonstige Waren des täglichen Bedarfs, also auch Alkoholika. Für den Fall, dass der Italiener sich unterwegs, oder auf die Schnelle mal Einen zwitschern, dazu aber kein großes Gepäck befördern will, hält der Supermarkt praktische Dreiergebinde kleiner Tetrapaks für unter zwei Euro bereit.

Dreimal 250ml Rotwein. Ein Päckchen für sofort, gegen das Zittern, und zwei für die Jackentasche. Ein Schlückchen rechts und ein Schlückchen links. Man will schließlich das Gleichgewicht halten.

In der Nase ein Hauch von Traubensaft, dem man etwas Alkohol beigemengt hat. Der Geruch ist schnell verflogen - und dann riecht man praktisch gar nichts mehr. Im Mund ein Hauch von Traubensaft, dem man etwas Alkohol beigemengt hat. Der Geschmack ist schnell verflogen - und dann schmeckt man etwas, das sich anfühlt, als hätte jemand Kunst-Tannine reingekippt, um die Rotweinsimulation aufrecht zu erhalten. Insgesamt ein reichlich langweiliges, alkoholisches Getränk, an das man sich im Leben nicht erinnert, weder im Guten, noch im Schlechten. Das ist doch schonmal was. Und wenn man bedenkt, das es 11% Alkohol hat und man hinterher nicht auch noch angetütert das doofe Glas entsorgen muss, allemal!

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Ich habe ja noch nie irgendwas nachgekocht, was Anke Gröner vorgekocht hat, aber die Portion Süßkartoffeln war sowieso irgendwie eher klein und glücklicherweise hatte die Liebste etwas Blätterteig mitgebracht, den sie zufälligerweise im Kühlregal hat rumliegen sehen, nachdem ich ihr geschrieben hatte, dass sie ja mal danach Ausschau halten könnte, weil sie sowieso noch Lauch mitbringen wollte, dass ich zusammen mit der gewürfelten Süßkartoffel, einer Zwiebel, einem Schluck Weißwein und einem halben Becher Sahne verkochen wollte, aber ich schweife ab. Jedenfalls hat die Anke Käsestangen gemacht und man muss ja regelrecht bescheuert sein, wenn man das dann nicht auch macht.

Also hab ich Käsestangen gemacht, und zwar mit Ei, Parmesan und Meersalz (weil es geil knuspert. Der Geschmack ist wie bei anderem Salz auch). Die Teigstreifen waren bei mir ungefähr anderthalb Zentimeter breit und es wäre auch alles prima geworden, wenn ich nicht so ein schlimmer Grobmotoriker wäre und darum die Locken eher verunfallt sind. Aber schmecken tun sie, die Dinger, und das nicht nur mir. Hauptsache!

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Der Reflektierheitskindergarten soll gefälligst den Unterschied zwischen normal und genormt verinnerlichen, bevor er selbstgerecht fragt, was denn schon normal sei und wer denn das denn zu bestimmen hätte.

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In einer Diskussion das Scheinargument "First World Problem" zu bringen, ist eine Abwandlung von "Gibt es denn nichts Wichtigeres?". Menschen wenden solche Tricks in der Hoffnung an, die Diskussion damit zu beenden, indem sie den Diskussionsgegennstand für nicht diskutierbar erklären. Abgesehen davon, dass ihnen dies meistens nicht zusteht, resultiert die Anwendung des Tricks immer darin, dass ich seine Anwender aus der Diskussion ausschließe. Wahlweise, indem ich sie entferne oder auslache. Ist die Diskussion öffentlich, beschreibe ich den angewandten Trick, damit die anderen Teilnehmer und das Publikum nicht daauf reinfallen.

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Ich koche gerade was und mir fehlt eine Zutat. In Deutschland haben wir eine völlig bescheuerte Gesetzeslage, die es den meisten Läden verbietet, ihre Öffnungszeiten so zu legen, wie es für die Kunden am sinnvollsten wäre. In Berlin haben wir einige Läden, die trotzdem offen sind. Warum das so ist, weiß ich nicht, bin aber froh darüber. Ich gehe nämlich gleich los und kaufe einfach, was mir fehlt.

Und das sind so Momente, in denen ich bereit bin, fast jeden Siff hinzunehmen, den Berlin bereit hält (und davon hält Berlin sehr, sehr viel bereit). Vermutlich gibt es in anderen Städten ähnlich sinnvolle Geschäftsbedigungen für die Bürger, aber da wohne ich ja nicht. In der Provinz jedenfalls ist es nicht so. Jedenfalls nicht in der Provinz, die ich bisher besucht habe und in der ich aufgewachsen bin. Dort regelt immer noch der Unsinn die Ladenöffnungszeiten. Ich fürchte, ich könnte nicht dauerhaft in der Provinz leben, obwohl es dort weniger siffig ist. Aber vielleicht finde ich ja irgendwann eine nicht versiffte Stadt mit sinnvollen Ladenöffnungszeiten.

Klugscheißer, der meint, mich dahingehend belehren zu müssen, dass ich ja zu den bescheuerten Ladenöffnungszeiten darauf achten könne, alles einzukaufen, was ich am Sonntag brauche, weil das ja schließlich früher™ auch funktioniert hätte in 3... 2... 1...

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Ich bin jetzt nicht der große Langstreckenradler, habe mich aber im letzten Jahr dazu entschlossen, die kurzen und mittleren Strecken, so bis zehn Kilometer oder sowas, mit dem Fahrrad zurückzulegen, wenn die Witterungsverhältnisse entsprechend sind. Stellt sich raus, dass das Radeln selbst bei einem Grad Celsius an einem Winterabend noch reichlich Spaß macht. Damit hätte ich auch nie gerechnet.

Seit Jahren liebäugle ich damit und seit Ende Dezember besitze ich endlich ein Brompton Folding Bike und habe damit mittlerweile mindestens 200 Kilometer zurückgelegt. Es steht zusammengefaltet bei mir in der Wohnung, denn es lässt sich sehr schnell sehr klein falten und wiegt sehr wenig, so dass ich es, ohne größere Anstrengung, in den dritten Stock hochtragen kann. Ich habe kein Schloß am Rad. Wo immer ich bisher war, habe ich das Rad eingefach zusammengefaltet und mit reinnehmen können, als hätte ich einen handgepäcktauglichen Koffer. Eigentlich hätte ich gerne eines in orange gehabt, aber dazu hat mir, angesichts des hohen Preises, der Mut gefehlt. Mein dunkelblaues H-Type lässt mich reichlich aufrecht sitzen, ist erstaunlich komfortabel zu fahren, hat eine Dreigang-Schaltung, einen Nabendynamo und ist genau das Gerät, das die Lücke in meiner Mobilitätskette auf eine solche Weise schließt, dass ich erwäge, mein Auto zu verkaufen. Dummerweise bin ich aber so sehr auf ein eigenes Automobil geprägt, dass ich es noch nicht schaffe, mich auch wirklich davon zu trennen.

Mit dem Brompton fahre ich auch viel häufiger, als ich mit einem einem großen Fahrrad fahren würde. Mit diesem würde ich nicht morgens losfahren, wenn der Wetterbericht für einen vagen Zeitpunkt am Nachmittag Regen ankündigt und nicht genau weiß, wann ich wieder heimfahren werde, denn ich mag nicht im Regen fahren müssen. Mit dem Brompton fahre ich los, denn wenn es regnet oder ich aus anderen Gründen nicht mehr radeln will oder kann, falte ich es zusammen, werfe es in den Kofferraum des nächsten Carsharing-Autos und setze meine Fahrt damit oder - wenn ich mal einen schmerzärmeren Tag habe - mit dem ÖPNV fort.

Das Brompton ist ideal für eine Stadt mit vergleichweise wenigen und eher geringen Steigungen - aber selbst das ist vermutlich eher abhängig von der persönlichen Fitness als vom Rad. Ich habe noch nicht versucht, damit eine ausgedehnte Tour, beispielsweise über den Mauer-Radweg zu machen, würde dafür aber vermutlich ein Fahrrad mit größeren Rädern bevorzugen, denn die kleinen Räder des Faltrades sorgen dafür, dass man einerseits die verrotteten Straßen und Radwege dr Bundeshauptstadt stärker spürt und andererseits mehr kurbeln muss, um dieselbe Strecke zurückzulegen. Das sind dann aber auch schon die einzigen beiden Nachteile, die ich bisher finden konnte, und die werden durch die Vorteile mehr als aufgehoben. Zumal mehr zu kurbeln auch besser für den Kreislauf ist.

Die Räder sind nicht billig. Jedes Austattungsdetail kostet extra. Wenn ich allerdings bedenke, wieviel Geld ich schon für Automobile ausgegeben habe, die ich nicht wirklich gebraucht habe, aber haben wollte, weil Autofahren ja angeblich was mit Freiheit (haha) zu tun hat, ist der Preis für ein solches Rad wiederum vernachlässigbar niedrig. Von der gesteigerten Lebensqualität mal ganz abgesehen.

Der hintere Gepäckträger ist übrigens reichlich nutzlos.

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Ich habe vor einigen Monaten versehentlich aufgehört*, "Coffee to go" zu konsumieren und angefangen, mir jeweils die paar Minuten Zeit zu nehmen, meinen Kaffee in entsprechenden Gasthäusern aus Tassen zu trinken - oder halt gar nicht. Neuerdings merke ich, dass dieses mußereiche Verhalten meine Lebensqualität erhöht hat. Schwein gehabt!


*Stimmt nicht ganz. Wenn ich beispielsweise Zug fahren muss, kaufe ich lieber einen Mitnehmkaffee im Pappbecher, als was die Deutsche Bahn so braut - wenngleich ich eigentlich gar nicht weiß, wie der Kaffee in der Bahn überhaupt schmeckt, dem Unternehmen aber derart wenig zutraue, dass ich mir selbst beim besten Willen nicht vorstellen kann, dass es ordentlichen Kaffee hinbekommt. Zumal ich das Essen im Bordrestaurant schon mehrfach probiert habe und hinterher zwar satt, meistens aber auch frustriert war.

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Draußen steht ein Schild, auf dem steht "Hausgemachte Burger" und drinnen stehen Ohrensessel. Es gibt Tee aus Blümchenporzellan, in der Ecke steht ein Flügel, der bisweilen auch benutzt wird (wann das ist, steht auch draußen auf dem Schild), aus den Lautsprechern klingt gedämpft Billie Holiday und das Besteck liegt in der Schublade einer alten Registrierkasse, die mit einem *pling* aufspringt, wenn man an der Kurbel dreht.

Der Burger im "Luftbrücke Cafe" ist geschmacklich zwar weit entfernt von Schillerburger am Herrfurthplatz, aber er ist frisch gemacht, immer noch gut genug und so groß, dass ich die Fritten nicht gegessen habe, weil Völlegfühl keinen Spaß macht. Der Rest der Karte liest sich außerdem interessant genug, um wieder dahin zu gehen. Die Tageskarte allemal. Einzig einer der üblichen Asis, der sich mit seinem Rechner in die Ecke gesetzt und dann erstmal in sein Telefon geplärrt hat, als wäre er alleine auf der Welt, hat die schöne Atmosphäre kaputt gemacht. Wenn ich eine Gaststätte hätte, wäre das Telefonieren das erste, das ich verbieten würde. Aber egal! In Neu-Tempelhof tut sich seit gut einem Jahr was, auf der Richthofen entstehen neue, schöne Läden, kürzlich ist sogar eine Filiale der "Bäckerei" mit dem leicht albernen Namen "Hofpfisterei" dazugekommen, die Butter Lindner langfristig zu sinnvolleren Öffnungszeiten zwingen wird, ich wohne nur einen kurzen Spaziergang vol alldem entfernt und das hebt meine Laune so sehr, dass so ein lascher Idiot sie bestimmt nicht nachhaltig zu senken vermag.

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Ich habe eine Problem mit Car2go. Eigentlich ist mir Car2go von den drei stationslosen Carsharern in Berlin der liebste. Noch eigentlicher mag ich die Elektroautos, aber die sind nicht so weit verbreitet und stehen sehr oft tagelang leer am Straßenrand, ohne dass Multicity sich darum kümmern würde und ohne dass Multicity Fahrzeuge mit 10% Ladestand freigeben würde, damit man sie selbst zur nur knapp 1000 Meter entfernten Ladesäule fahren kann.

Drive Now ist von allen Angeboten das unattraktivste. Die haben zwar die tollsten Autos (Minis, auch Cabrios und BMW X1), aber auch die höchsten Preise. Außerdem - und darauf kommt es mir letztlich an - ist auch ein MIni ein ganzes Auto, für das man auch einen ganzen Parkplatz braucht. Da ist die gewonnene Freiheit dann ganz schnell wieder eingeschränkt, wenn man beispielsweise mal abends in 61 parken will.

Die Smarts sind für die Stadt die perfekten Fahrzeuge. Geräumig genug, Platz für Gepäck, brauchen nur einen halben Parkplatz und machen mir sonst auch irgendwie Spaß, obwohl sie eigentlich ja mittelschlimme Klapperkisten sind. Aber ich mag sowas.

Richtig schlimm an diesen Fahrzeugen sind allerdings die Geräte, die Car2go vermutlich "Bordcomputer" nennt, und deren Anbindung an die Datenbank. Die Displays sind viel zu hell, nicht dimmbar und die Touchscreens reagieren nur mit großer Verzögerung und oft auch nur, wenn man fast Gewalt anwendet. Das mit Abstand albernste sind aber die Navis, die grundsätzlich nicht wissen, wo das Fahrzeug sich befindet - obwohl es seinen Standort an eine Datenbank meldet, die dann wiederum freie Fahrzeuge auf der App anzeigt - und den Standort auch teilweise nach zehn Minuten noch nicht ermittelt haben. Wenn das die Navis sind, die Mercedes auch in seine anderen Autos einbaut, wundert es mich nicht, dass die Taxifahrer noch Tomtoms in ihren Benzen haben. Überhaupt die Datenbank. Dass man Autos reservieren kann, die gar nicht da stehen, wo die App sagt, passiert auch bei Mulicity, kommt vor, shit happens. Dass aber ein Auto, das gar nicht fahrbereit ist, sich reservieren lässt, obwohl die Datenbank weiss, dass es nicht fahrbereit ist, ist mit bisher nur bei Car2go passiert. Heute kam ich 15 MInuten zu spät zu einem Termin, weil ich in einem Auto saß, das nicht ansprang, weil die Batterie leer war, wie mir bei Anruf von der Hotline gesagt wurde. Das ist schon ärgerlich genug. Richtig frustrierend wird es aber, wenn man, im strömenden Regen, neben dem Wagen steht und dann an der Hotline gesagt bekommt, warum man nicht mit dem Auto fahren kann.

Ich werde weiterhin die Fahne dieser Art des Carsharing hochhalten, denn sie füllt eine wichtige Lücke meiner innerstädtischen Mobilitätskette. Ich werde aber auch nicht vergessen, dass Car2go ein Angebot von Mercedes ist.

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Ich so: "Die ganzen Zwanzigjährigen tragen Bart, damit sie aussehen wie 30"

Der D (58) so: "Ich auch"

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