STACKENBLOCHEN (rsf)
(where contestants have to arrange items on a dresser at right angles - that passes for fun in germany)
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Langzeitversuch: Exedra Amphora Tinto

In der Weihnachtswein-Sendung 2015 hatten wir den 2014er Puiggros Exedra Amphora. Die Sendung haben wir am 16.12.2015 aufgezeichnet und ich habe die angebrochene Flasche in den Kühlschrank gestellt.

Das ist jetzt knapp sechs Wochen her und der Wein ist immer noch ordentlich genießbar. Nicht, dass er mich so sehr beeindrucken würde, wie eine quasi-frische Flasche - ich würde ihn reichlich Stunden vor dem Trinken schon öffnen - aber normalerweise bin ich gewohnt, dass nach so langer Zeit nichtmal mehr ein Kochwein übrig geblieben ist.

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Fletcher's Better Burger, Frankfurt am Main

Wurde mir empfohlen, nachdem ich zuletzt im fetten Bullen war.

Ich hatte einen Cheeseburger. Der war zu kalt. Das Brötchen briocheartig, aber leider von einer Konsistenz, als sei es von gestern, vielleicht sogar vorgestern, also viel zu fest. Das Fleisch war durchgebraten und trocken und es lag dermaßen wenig Käse drauf, dass man davon kaum was geschmeckt hat. Ich glaube, das war der frustrierendste Burger der letzten sechs Monate - und ich fürchte, das lag nicht nur an der Fallhöhe meiner Erwartungen. Immerhin: Das Waschbecken im Gastraum ist eine hübsche Idee (und den Spruch habe ich vor Jahren schon bei "The Bird" gelesen).

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Der fette Bulle, Frankfurt am Main

Praktischerweise direkt am Hauptbahnhof gelegen, so dass man selbst dann dorthin kann, wenn man nur relativ kurzen Aufenthalt hat. Sehr großer Laden mit sehr vielen Plätzen, fast kantinenartig, aber warm eingerichtet, viel Holz und Stein und so. Das Personal war, was man "auf Zack" nennt. Vermutlich ist das überall in Deutschland so, nur wir Berliner haben all die dümmlichen, faulen Mittzwanziger abbekommen, die sich einbilden, es eigentlich gar nicht nötig zu haben, im Service zu arbeiten - dabei arbeiten sie ja dort.



Spontane Enttäuschung: die Patties sind durchgebraten. Das ist in der Regel ein Zeichen für allenfalls noch mittelmäßige Burger. Hier aber nicht. Trotz well done ist das Fleisch saftig, als wäre es medium, was in der Regel ein Zeichen für gutes Fleisch (mit reichlich Fett) ist. Brioche-artige Buns in angenehmer Konsistenz und ordentlich Knackiges im Mund. Die Soßen nicht zu dominant. Alles ordentliche obere Mittelklasse - auch wenn mir das Fleisch medium oder rare wesentlich besser schmeckt.

Die Größe des Ladens hat ihren Preis: Ist er voll, ist es lautstärkebedingt ungemütlich, so dass man nach dem Essen auch zügig wieder raus will. Die Mieten sind hier hoch, die Tische müssen laufen, also auch kein wirklicher Kritikpunkt. Bloß das Angebot an Bier war langweilig wie in den 80er Jahren, also ein guter Hinweis darauf, dass es den Betreibern eher nicht darum geht, geiles Essen anzubieten, sondern gutes Geld zu verdienen - und dass sie als Vehikel zufällig auf ordentliche Burger gestoßen sind. Vielleicht hatten die aber auch bloß keine andere Wahl, als sich den Laden von einer Fernsehbierbrauerei finanzieren zu lassen. Ich würde wieder hingehen. Sogar lieber, als ich vor sechs Jahren noch zur "Kuh die lacht" gegangen bin (was ich heute, nach mehreren Enttäuschungen nicht mehr täte). Ich würde aber nicht extra hinfahren. Dazu hat mich bisher nur "Die fette Kuh" in Köln bringen können. Und zwar regelmäßig.

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Der zivilisierte Teil der Zivilgesellschaft organisiert sich dieser Tage in der Flüchtlingsfrage in einem Tempo und in einem Umfang, dass mir ein Adjektiv fehlt, um zu beschreiben, wie unglaublich beeindruckt ich bin. Der barbarische Teil allerdings auch.

Ich bin sehr gespannt, wie sich das alles weiter entwickelt.

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The Circle

Ich habe endlich "The Circle" von Dave Eggers (auf Deutsch) durchgelesen. Die Idee ist prima. Allerdings hatte ich die auch schonmal - vermutlich zusammen mit den meisten Menschen, mit denen ich regelmäßig umgehe. Um diese Idee spannend zu formulieren, braucht man außerdem höchstens ein Drittel der Seiten, die Eggers vollgemacht hat, so dass in mir der Verdacht keimt, Eggers könnte das Buch gar nicht für so Leute wie mich geschrieben haben, sondern für die vielen Menschen, die im Internet hauptsächlich ein technisches und kaum ein kulturelles Phänomen sehen.

Aber vielleicht ist es auch einfach bloß ein mittelmäßiges Buch. Zeitverschwendung war es für mich in jedem Fall.

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Handreichung: Ventilatorenbenutzung

Ich war vor einem guten Jahrzehnt mal in den Tropen. Da habe ich in einer Holzhütte gewohnt, es war unanständig heiß und ich hatte nur einen selbstschwenkenden Tischventilator. Als ich mich beklagte, dass man von diesen Dingern im Schlaf ja immer schlimm schnell einen Schnupfen bekäme, erklärte mir ein Einheimischer, wie man einen solchen Ventilator sinnvoll einsetzt. Man stellt ihn auf einen Stuhl anderthalb Meter neben das Bett und lässt ihn auf kleinster Stufe über den Körper schwenken, auf keinen Fall jedoch übers Gesicht. Stellt sich raus: das funktioniert ganz hervorragend.

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Ich will nen Camper

Ich war auf einem Festival. Mit einem reichlich luxuriösen Wohnmobil namens "Knaus Sky Traveller 500D". Es hatte eine Toilette, eine Dusche, einen gasbetriebenen Kühlschrank, einen dreiflammigen Herd und ein 200x160cm großes Bett im Alkoven. Wir haben zu zweit darin gewohnt. Wenn man sich hinreichend beschiede, würde so ein Teil sogar als kompletter Wohnsitz für eine Person reichen. Ich bin ziemlich beeindruckt und würde so ein Ding gerne besitzen. Allerdings kostet sowas ungefähr soviel, wie eine kleine Wohnung - und die ist immer noch da wenn das Wohnmobil längst im Wohnmobilhimmel angekommen ist.

Abgesehen davon, dass ich mir kein Fahrzeug für 50.000,- Euro und mehr leisten kann und will, das die meiste Zeit rumsteht, habe ich während der fünf Tage auch kapiert, dass man für kurzfristige Ausflüge keine komplette Sanitär- und Kücheneinrichtung braucht. Statt ausgiebig zu duschen, kann man sich auch einfach mal unterm Axel waschen, ein ein- oder zweiflammiger Kartuschenkocher ist genauso ausreichend wie eine 12-Volt-Kühlkiste, und wenn man unbedingt seinen eigenen Abtritt haben will, reicht auch ein tragbares Campingklo und ein Sichtschutz.

Was ich eigentlich gerne hätte, ist ein Campingfahrzeug, das ich auch PKW-artig nutzen kann, zwei fliegen mit einer Klappe sozusagen, denn realistischerwesie würden wir höchstens zwei- oder dreimal im Monat für eine oder zwei Nächte aus der Stadt rausfahren und irgendwo stehen und übernachten wollen (und können). Ein ausgebauter Caddy oder ein T4 oder ein Transit oder sowas wäre vermutlich praktisch. Hauptsache, das Bett ist mindestens 200cm lang und breiter als 120cm. Stehhöhe wär auch geil. Aber da scheint es dann auch wieder teuer zu werden, wenn man nicht Autos basteln kann - was ich nicht kann.

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Harry Rowohlt hat mich nicht nur außerordentlich inspiriert, sondern immer auch so sehr amüsiert, dass ich nie an ihn denken konnte, ohne lachen zu müssen. Auch jetzt nicht, wo er frisch verstorben ist. Ich wünsche mir, dass es den Menschen, die mich kennen, genauso geht, wenn ich mal abtrete.

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Vom Internet angequatscht

Die Tage schiebe ich morgens mein Mottofahrrad auf die Straße, um nach Potsdam zur Arbeit zu fahren, da kommt von rechts einer auf dem Fahrrad vorbeigefahren, hält an, fragt mich, ob ich ich sei und als ich bejahe, entpuppt er sich als Wrint-Hörer, der gerade zwei Monate unbezahlten Urlaub genommen hat und mit vollgepacktem Reiserad auf dem Weg von Köpenick zum Nordkapp ist.

Das sind so diese Momente in denen ich die Wirkungen des Internets mal nicht mindestens diskussionswürdig, sondern sogar wünschenswert finde. Schön wäre ja, wenn diese "Hach, Internet"-Momente die Regel und der ganze Scheiß die Ausnahme wäre. Naja.

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Ich habe eine Theorie!

Sie ist mir eingefallen, als ich mal wieder durch Stahnsdorf, das räudigste aller mir bekannter Dreckskäffer, gefahren bin. Sie geht so:

Der Speckgürtel um Berlin herum heisst Speckgürtel, weil er letztlich ist, wie ein Speckgürtel beim Menschen: Niemand braucht ihn, niemand will ihn, eigentlich ist er sogar schädlich, aber irgendwie wird man das Ding auch nicht wieder los.

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